Gründungsjahr: 1959

Gründungsmitglieder: Edith Duelli, Ilse Ewerhardy, Brigitte Rauch, Trudl Schönau und Johanna Weißfuß

Gründungsgeschichte:

Veröffentlichung in der Narrenzeitung der Narrenvereinigung Hegau - Bodensee

„Bese nauf“!

Die Geburt der Besenweibergruppe ist auf das Jahr 1959 zurückzuführen. Zu jener Zeit wollte man es auch aktiven und engagierten Frauen ermöglichen, sich in das fasnachtliche Brauchtum einzubringen. An einem „feuchtfröhlichen Abend“, so erzählt man, sei es passiert, da hätte man das „Besenwieb“ kreiert. Der örtliche Kunstmaler und Elferratsmitglied Robert Rauch hätte vom August, dem Sohn des Narrenvaters Lehn, einen Abdruck hergestellt, der als Vorlage für die Maske gedient haben soll. Das erste Häs des Besenweibs war giftig grün mit Fransen dran. Robert Rauch, der das Kostüm entwarf, fand die Unterstützung der Schneiderin Edith Duelli, des Narrenpräsidenten Eheweib, die nicht nur kostengünstig, (für ein Dankeschön) Kostüme zugeschnitten hat und auch nähen half, sondern auch mit Ilse Ewerhardy, Brigitte Rauch, Trudi Schönau und Johanna Weißfuß zu den ersten 5 Aktiven der Besenweiber-Gruppe gehörte.

Im Laufe der kommenden Jahre verheirateten sich einige Besenweiber und zogen weg. So trat 1969 und 1970 keine Besenweibergruppe mehr auf. Dazu kam, dass das Kostüm manchem eitlem Mäschgerle nicht mehr gefiel, da es nicht mehr zeitgemäß war.

Im Jahr 1971 bahnte sich ein Neubeginn an, als Hildegard Schollenberger auf Drängen des Narrenpräsidenten Theo Duelli hin, wieder eine Besenweiber-Gruppe auf die Beine stellte. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten schaffte sie es , Marga Allgaier, Anneliese Gautsch, Renate Bauer sowie Elfi und Brunhilde Maurer mit ihrer Begeisterung anzustecken. So kreuzte 1973 wieder eine Gruppe von 6 Frauen auf, die wie Pech und Schwefel zusammenhielt. In der Folge entstand – unter Anleitung von Hildegard Schollenberger und mit der Unterstützung des Elferratsmitglieds Werner Goller das 2. Häs der Besenweiber-Gruppe. Beim Gemeinschaftsball der Vereine im Jahre 1975 wurde zum ersten Mal in diesem Kostüm aufgetreten.

Im Jahre 1992 übernahm Ute Schäfer – heute Ute Schlegel- die Besenweiber-Gruppe. Im Jahre 1993 war dann die nächste Runderneuerung fällig, so entstand Häs Nr. 3. In dieser Aufmachung ziehen sie auch heute bei jeder Fasnacht los.

Seit dem Jahre 1998 wird die Gruppe von Andrea Marent geführt. Mit kreativen Ideen auf der Narrenbühne und in der „Dorffasnet“, aber auch gelungenen Auftritten bei den Umzügen machte diese Gruppe – früher und auch heute- als Aktivposten auf sich aufmerksam. Mit inzwischen mehr als 21 Erwachsenen und 14 Kindern konnte das dynamische Wachstum der Besenweiber-Gruppe weiter fortgeführt werden.

Besenweiber
Aktivitäten:

Die Besenweiber-Gruppe trifft sich auch außerhalb der Fasnachtszeit zu einem Stammtisch. Dieser findet immer am 1. Mittwoch im Monat in der Gaststätte „Zum Lindenstüble“ statt. Freunde und Gönner sind ebenfalls herzlich willkommen. Unter dem Jahr sorgt ein kurzweiliger Vatertagsausflug und ein Jahresausflug für weiteres, geselliges Beisammensein.

Die Gruppenführerinnen und Stellvertreter:
Anfangs gab es keinen festen Gruppenführer.
Theo Duelli sagte, wo’s lang ging (1959 bis 1968)

Hildegard Schollenberger (1971 – 1980)

Hildegard Schollenberger + Marga Allgaier (1980 – 1989)
Hildegard Schollenberger + Renate Bauer (1989 – 1992)
Ute Schäfer (jetzt Ute Schlegel) + Veronika Krämer (1992 – 1998)
Andrea Marent + Silke Hengstler (1998– 2002)
Andrea Marent + Verena Berger (2002 - 2010)

Andrea Marent + Jacqueline Löhle (2010 - 2015)

Nadine Hössler + Andrea Marent (ab 2015)


Mimmenhausen, im Dezember 2015